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Bildung
Stadtverwaltung
15.01.2026
5 Min

Essen macht Schule: Wir bauen ZukunftsChancen

Neue Schulen braucht das Land - Für ein nachhaltiges und modernes Schulleben


Multifunktional in der Nutzung, energieeffizient und fortschrittlich: Neue Schulen sehen heute anders aus als früher. Sie schaffen ein Lernumfeld, das die Kinder und Jugendlichen größtmöglich unterstützt. Dabei spielen offene Lernkonzepte, aber auch eine moderne Gebäudetechnik in vielerlei Formen eine Rolle. Der moderne Schulbau der Stadt Essen ist eben mehr als nur ein neues Gebäude: Neue Schulen sind lebendige Lernräume, in denen Pädagogik und Technik zusammenspielen.

Ganzheitlich gedacht und zukunftsorientiert geplant

In der Planungsphase eines Schulgebäudes sind nachhaltige Werkstoffe, moderne technische Systeme und offene Raumkonzepte für eine flexible, langfristige Nutzung des Gebäudes grundlegend.
Die neuen Schulen lassen sich leicht an neue Lernformen anpassen. Ihre Räumlichkeiten sind für eine vielseitige und langfristige, flexible Nutzung ausgelegt.
Besonders die technische Gebäudeausstattung bestimmt, wie energieeffizient und damit auch wie zukunftsfähig ein Gebäude ist. Vom Heizsystem über barrierefreie Toilettenanlagen mit wassersparenden Systemen, die Beleuchtung, bis hin zu den Sicherheitssystemen: All das erleichtert den Alltag, beeinflusst das Wohlbefinden und ist somit die Zukunft.

Die neuen Schulgebäude in Essen sind ein Paradigma für Nachhaltigkeit und innovativen Lernraum. Sie zeigen das erfolgreiche Zusammenwirken von technischer Innovation, Nachhaltigkeit, Bildung und Flexibilität in der Raumgestaltung. Diese Aspekte werden durch den Nachhaltigkeitsstandard BNB (Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen) vereint, wonach die Essener Bau- und Planungsstandards schon seit einigen Jahren ausgerichtet sind. Konkret wird hierbei der Zertifizierungsgrad "Silber" angestrebt, um so die baulichen Voraussetzungen für modernes Lernen zu schaffen.

Effizient heizen, lüften und kühlen

Die modernen Heizung-, Lüftungs- und Klimatechniken sorgen in den Schulen für ein angenehmes Raumklima, sowohl im Sommer als auch im Winter.
Digitale Steuerungen passen das System dem Nutzerverhalten an. Zentrale Wärmeerzeuger wie Geothermieanlagen oder Luft-Wasser-Wärmepumpen nutzen Umweltenergie und ersetzen fossile Brennstoffe. Die erzeugte Wärme wird über Fußboden-, Wand- oder Deckenheizungen flächenbreit verteilt. In speziellen Räumen, beispielsweise IT-Räumen, kann, wenn nötig, die Temperatur gesenkt werden, damit auch im Sommer angemessene Temperaturen in den Räumen herrschen.

Sicherheit durch moderne Technik

Nachhaltigkeit umfasst nicht nur die Wärmeversorgung eines Gebäudes, auch die Elektrotechnik trägt maßgeblich zur Energieeffizienz bei. Moderne Lichtkonzepte mit LED-Präsenzsmeldern und Tageslichtsteuerung reduzieren den Licht- und damit Stromverbrauch.

Gleichzeitig garantieren Sicherheitsbeleuchtungen und Fluchtwegkennzeichnungen eine klare Orientierung im Notfall. Die moderne Schule verfügt über Brandschutzanlagen mit direkter Aufschaltung zur Feuerwehr. Rauch- und Wärmeabzugsanlagen schützen im Falle eines Brandes die Menschen. In den Schulen sorgen digitale Schließ- und Zutrittssysteme, Alarmanlagen und Notfall- und Gefahrenreaktionssysteme für ein hohes Sicherheitsniveau.

Energie und Mobilität

Photovoltaik-Anlagen auf den Gebäudedächern liefern Strom für die direkte Nutzung vor Ort. Eine Ladeinfrastruktur für E-Autos und E-Bikes ermöglicht das Laden direkt auf den Parkflächen. Der überschüssige Strom kann ins Netz eingespeist werden.

Photovoltaik-Anlage am Heinz-Nixdorf-Berufskolleg

Technische Highlights in modernen Schulgebäuden

  • Energieeffiziente Heizung- und Kühltechnik
  • LED-Lichtsysteme mit Präsenzsteuerung und Tageslichtsensoren
  • Photovoltaikanlagen zur Eigenstromerzeugung
  • Ladeinfrastruktur für E-Mobilität
  • Digitale Sicherheitssysteme und Alarmanlagen
  • Barrierefreie und wassersparende Sanitäranlagen

Digitale Infrastruktur als Teil des Lernraums

Parallel zur baulichen Modernisierung hat die Stadt Essen alle 192 Schulstandorte umfassend digitalisiert. Das betrifft vor allem Technologien, die den Unterricht direkt sichtbar verändern:

• Rund 4.000 interaktive Displays, die Kreidetafeln ersetzen und eine völlig neue Form des Unterrichtens ermöglichen: kabellos, interaktiv, kollaborativ, visuell.

• AirServer-Technologie, mit der bis zu acht Geräte gleichzeitig Inhalte teilen können - ideal für Gruppenarbeiten, Präsentationen oder gemeinsame Problemlösungen.

• Flächendeckendes WiFi 6, das unabhängig von der Größe des Campus und der Zahl der Nutzenden eine stabile und schnelle Verbindung bietet.

• Moderne Netzwerkstrukturen mit über 6.100 Access Points und leistungsstarker Verkabelung, damit digitale Medien ohne Unterbrechung genutzt werden können.

Diese Ausstattung macht Lernen nicht nur moderner, sondern auch inklusiver, denn sie schafft gleiche Voraussetzungen für alle Schüler*innen.

75.000 iPads für ein mobiles und flexibles Lernen

Mit rund 75.000 zentral verwalteten iPads für Schüler*innen und Lehrkräfte hat Essen ein umfassendes schulisches Ausstattungsprogramm für digitale Geräte aufgebaut. Die Geräte sind vom Alfried Krupp-Schulmedienzentrum (AKSMZ) speziell für den Bildungsbereich konfiguriert, datenschutzkonform eingerichtet und werden kontinuierlich aktualisiert.

Darüber hinaus spielt die digitale Sicherheit eine wichtige Rolle. Die zentral verwaltete IT-Infrastruktur sorgt dafür, dass Unterrichtsmaterialien sicher in der Cloud gespeichert sind und gleichzeitig Jugendschutzfilter, Geräteortung und Zugriffskontrollen zuverlässig funktionieren.

Zum Ausstattungsprogramm "Schulische iPads"

Was bedeutet das im Schulalltag?

  • Der Unterricht wird flexibler, da digitale Arbeitsblätter, Lern-Apps und Recherchen jederzeit und ortsunabhängig nutzbar sind.

  • Ergebnisse können direkt auf die digitalen Displays übertragen werden, ohne Kabel oder technischen Aufwand.
  • Lehrkräfte sparen Zeit beim Austeilen, Einsammeln und Korrigieren von Materialien.
  • Lernprozesse werden individueller: Apps passen Aufgaben an das Lernniveau der Kinder an, ermöglichen Audiofeedback oder zusätzliche Hilfestellungen.
  • Durch die zentrale Verwaltung über das AKSMZ bleiben die Geräte sicher, geschützt und einheitlich nutzbar.

Um digitalen Schulalltag reibungslos zu gestalten, gibt es an Schulen IT-Helfer, Medien-Cafés und iPad-Sprechstunden, die bei Fragen und Problemen unterstützen.

Zukunftsorientierte Technikräume

Die technischen Fachunterrichtsräume der Berufskollegs sind ebenfalls mit einer Vielzahl praxis- und zukunftsorientierter Anlagen ausgestattet, die weit über die Ausstattung anderer Fachunterrichtsräume hinausgehen. Spezialisierte Sicherheitslabore, die in ihrer Ausstattung landesweit einzigartig sind, und industrie-4.0-taugliche, digital vernetzte Automatisierungs- und Steuerungstechnik (SmartFactory) bilden die Grundlage für eine zeitgemäße berufliche Bildung. Zugleich tragen sie maßgeblich dazu bei, Auszubildende frühzeitig für Zukunftstechnologien zu qualifizieren. Essen legt hiermit heute den berufsbildungstechnischen Grundstein für die technischen Innovationen von morgen. Eine Smart Factory dient dazu, Lernenden eine realitätsnahe, digital vernetzte Produktionsumgebung zu bieten. Sie lernen, moderne Technologien wie IoT (Internet of Things), Automatisierung und Datenanalyse praxisnah anzuwenden. Das fördert das Verständnis für Industrie-4.0-Prozesse und bereitet Fachkräfte gezielt auf die Anforderungen zukünftiger Arbeitswelten vor.

Digitale und bauliche Modernisierung als Fundament der Schule von morgen

In Essen zeigt sich, wie Schulbau und Digitalisierung zusammenwirken können. Die technische Ausstattung – von interaktiven Displays über WLAN bis hin zu mobilen Endgeräten – unterstützt den Unterricht. Sie macht das Lernen moderner und eröffnet neue Möglichkeiten für Schüler*innen. Gleichzeitig sorgen nachhaltige Gebäude- und Energiesysteme dafür, dass Schulen funktional bleiben und eine lernfördernde Umgebung bieten.


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