Auf dem Weg zum Bundesinstitut für Fotografie

Die erste Ausgabe des Magazins "Fotostadt Essen" erscheint an diesem Wochenende. Ein internationales Symposium zur Fotografie Anfang Dezember in Essen bringt die Planungen zum Bundesinstitut weiter voran.

03.09.2021

Anlässlich der viel beachteten Initiative zur Gründung eines Bundesinstituts für Fotografie gibt die Stadt Essen in Zusammenarbeit mit den vier Partnern des Zentrums für Fotografie Essen – Folkwang Universität der Künste, Historisches Archiv Krupp, Museum Folkwang und Stiftung Ruhr Museum – die erste Ausgabe des Magazins "Fotostadt Essen" heraus.

Das 76-seitige Magazin, das am Wochenende der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung beiliegt und als digitale Publikation erhältlich sein wird, unterstreicht die umfängliche Expertise der Essener Institutionen auf allen Feldern der Fotografie und bringt einem breiten Publikum auf anschauliche Weise die Themen eines künftigen Bundesinstituts für Fotografie näher. Die Essener Institutionen stehen mit ihren Programmen, nationalen und internationalen Netzwerken und Aktivitäten beispiellos für Zeitgenossenschaft, Relevanz und Wirkung in Ausbildung, Ausstellungen, Archivierung, Sammlungsarbeit, Dokumentation, Wissenschaft, Restaurierung und Kuratierung.

Porträts der Bildjournalist*innen Barbara Klemm und Ergun Çağatay finden sich im Magazin ebenso wie eine Bildstrecke neuer Fotografien von Tobias Zielony, die im Rahmen eines Auftrags der Ruhrtriennale entstanden. Interviews mit den Künstler*innen Katharina Sieverding und Timm Rautert stehen neben Hintergrundartikeln, die Einblick geben in das Innenleben und die Potenziale der beteiligten Institutionen. Kurator*innen und Restaurator*innen kommen zu Wort, und das Thema Ausbildung, Lehre und Forschung erhält einen besonderen Fokus. Mit einer eindrucksvollen Luftaufnahme werden der Bauplatz und das Umfeld des Bundesinstituts auf dem Gelände des UNESCO-Welterbe Zollverein vorgestellt.

Ermöglicht wird das Magazin durch die Unterstützung der RAG-Stiftung, die gemeinsam mit anderen großen Stiftungen an der Ruhr – der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, der Stiftung Mercator, der Brost-Stiftung und der E.ON-Stiftung – seit langem große Zukunftsprojekte in der Metropolregion Ruhr anstößt und so die Transformation der ehemaligen Bergbauregion vorantreibt.

Eine von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Prof. Monika Grütters eingesetzte Expertenkommission (https://tinyurl.com/9fuc4dar) und eine unabhängige Machbarkeitsstudie (https://tinyurl.com/2ep5rjs5) hatten sich in mehrmonatigen Prozessen 2020 und 2021 für das UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen als Standort für das Bundesinstitut für Fotografie ausgesprochen. Alle durch das Bundesinstitut abgedeckten Kompetenzfelder sollen dort an einem Ort und unter einem Dach zusammengefasst sein. Die Bundesregierung kann auf dieser Grundlage von dem neu gewählten Bundestag die Zustimmung zur Inanspruchnahme der im Bundeshaushalt enthaltenen Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 41,5 Millionen Euro für das Bundesinstitut auf Zollverein einholen.

Internationales Symposium im Dezember 2021 in Essen

In einem nächsten Schritt hin zum Bundesinstitut wird das Zentrum für Fotografie Essen vom 2. bis 4. Dezember 2021 auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein unter dem Titel "Von unikal bis unlimitiert. Werte des Fotografischen" ein internationales Symposium ausrichten, das Anlass für tiefergehende inhaltliche Gespräche und Diskussionen sein wird. Im Fokus stehen die unterschiedlichen Felder der Fotografie: Kunst, Wissenschaft, Archiv, Kuratorisches, Restaurierung sowie der Kunstmarkt. Das Symposium ist ein Versuch, gerade in der Vielfalt von Perspektiven zu einem möglichst streitbaren Gespräch über die verschiedenen Werte des Fotografischen einzuladen.

Teilnehmer*innen sind: Nora Al-Badri (Berlin), Dirk Boll (London), Thomas Demand (Berlin), Teresa Gruber (Winterthur), Lucia Halder (Köln), Simone Klein (Köln), Peter Konarzewski (Essen), Anouk Kruithof (Brüssel), Mirco Melone (Basel), Priska Pasquer (Köln), Thomas Schmutz (Basel), Inka Schube (Hannover), Batia Suter (Amsterdam), Salvatore Vitale (Zürich), u.a.

Eine digitale, blätterbare Version des Magazins ist unter https://www.essen.de/fotostadt abrufbar.

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