Statistik Migration

Demografie

Vielfältige Stadtgesellschaft

In Essen leben rund 593.000 Einwohner*innen aus über 140 Herkunftsländern. Die sprachliche, kulturelle und religiöse Vielfalt und gehören zum Lebensalltag in der Stadt.

Die Basis statistischer Daten zum Themenfeld Migration ist die Einwohnerdatei (EWO). Die Daten werden vom Amt für Statistik, Stadtforschung und Wahlen zur Verfügung gestellt und je nach Auswertung mit dem Ausländerzentralregister (AZR) verknüpft. Hier ist das Merkmal "Hinweis auf nichtdeutsche Herkunft und Staatsangehörigkeit" in der Bevölkerungsstatistik unter dem Aspekt von Integration separat erfasst. Es werden Personen mit nur nichtdeutscher Staatsangehörigkeit (Nichtdeutsche) mit deutscher und 2. nichtdeutscher Staatsangehörigkeit (Doppelstaatler*innen) und mit nur deutscher Staatsangehörigkeit und Hinweisen z.B. auf Einbürgerung, bei Kindern auch nichtdeutsche Herkunft der Eltern, ausgewiesen.

Begriffswechsel: von Personen mit Migrationshintergrund zur Personen mit Einwanderungsgeschichte

In vielen amtlichen Statistiken wird die Erfassung von Vielfalt unter Migrationsaspekten seit 2005 durch den Begriff „Personen mit Migrationshintergrund“ ausgedrückt. Auch eine Reihe weiterer Begrifflichkeiten wird in Fachdiskursen und Konzepten verwendet wie „Menschen mit Migrationsgeschichte“, „Menschen mit Zuwanderungsgeschichte“ oder „Menschen mit Einwanderungsgeschichte“. Der bislang auch in Essen verwendete Begriff „mit Migrationshintergrund“ steht inzwischen und insbesondere von dem erfassten Personenkreis selbst in der Kritik. Es wird darauf verwiesen, dass Menschen eine „Lebens-Geschichte“ besitzen und nicht einfach nur einen „Hintergrund“. Eine auf Bundesebene eingesetzte Fachkommission Integrationsfähigkeit hat in ihrem Bericht 2020 empfohlen, diesen Begriff nicht mehr zu verwenden. Die Landesregierung NRW teilt diese Bedenken und verwendet seit 2017 den Begriff „Einwanderungsgeschichte“.

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