Die Brandschutzerziehung ist die Schulung von Kindern und Jugendlichen durch Eltern und Angehörige der Feuerwehr, damit sie sich im Falle eines Brandes richtig verhalten beziehungsweise einen Brand verhindern können.
Brandschutzerziehung
Ziele
- Erkennen und Beurteilen von Brandgefahren
- Beurteilung der Wirkung von Feuer und Rauch
- Kenntnisse über Brandschutzeinrichtungen
- Alarmierung der Feuerwehr bei Feuer und Unglücksfällen
- Kenntnisse über geeignete Verhaltensweise bei einem Brand
Brandschutzerziehung nach Altersstufen
Kindergarten/Vorschule (Elementarstufe)
1. Doppelcharakter von Feuer
- Feuer ist hell, warm, freundlich und gemütlich (Nutzfeuer)
- Feuer kann auch heiß, verletzend, schädlich und sehr gefährlich sein (Schadenfeuer)
2. Richtiger Umgang mit Zündmitteln
- Erkennen eines funktionsfähigen Streichholzes
- Richtiges Anzünden eines Streichholzes und Entzünden einer Kerze
3. Richtiges Verhalten bei einem Brand
- Sofortiges Verlassen des Brandraumes bzw. der Brandstelle
- Türen des Brandraumes schließen
- In verrauchten Räumen nur kriechend fortbewegen
- Feuerwehr alarmieren
- Auf die Feuerwehr warten (vor dem Haus)
4. Alarmierung der Feuerwehr über Notruf
WER meldet?
WO ist etwas passiert?
WAS ist passiert?
WIE sieht es jetzt aus?
WARTE was hat die Einsatzkraft noch zu sagen?
Schule
Primarstufe (Grundschule 3./4. Schuljahr)
Die Primarstufe ergänzt die Lerninhalte der Elementarstufe durch:
- Voraussetzung des Verbrennungsvorganges
- Verschiedene Löschverfahren
- Erkennen und Verhüten von Brandgefahren
- Verhalten bei Feueralarm
Sekundarstufe (7.-10. Schuljahr):
Die Sekundarstufe ist für den Bereich der weiterführenden Schulen vorgesehen. Die Feuerwehr Essen kann z. Zt. keine einheitliche Brandschutzerziehung für diese Zielgruppe anbieten und bittet im Bedarfsfall um Einzelabsprache.
Brandschutzerziehungsberater*innen bei der Feuerwehr
Die eigentliche Brandschutzerziehung sollte von den Pädagoginnen*Pädagogen und Erzieherinnen*Erziehern sowie von den Eltern vorgenommen werden. Die Anknüpfung der Brandschutzerziehung an geeignete Themen, wie z.B. Feuer, Wasser, Luft (Sachkunde-/Physikunterricht) oder ähnliches ist zu empfehlen und sollte schon frühzeitig im Unterrichtsplan Berücksichtigung finden. Die Feuerwehr übernimmt hier eine Helfer-Position, indem sie die Lehrkräfte in Fragen des Brandschutzes berät und sie bei der Vermittlung der Lerninhalte unterstützt. Die Feuerwehr bietet Ihnen an, eine*n solche*n Berater*in für die Brandschutzerziehung in Ihre Einrichtung zu entsenden, Sie zu beraten und mit den Kindern und Ihrer Hilfe eine Art Unterricht im Rahmen der Brandschutzerziehung durchzuführen.
Aufgrund der Erfahrungswerte rechnen wir mit folgendem Zeitaufwand:
- Kindergarten: etwa zwei mal 45 Minuten
- Grundschulklasse (4. Schuljahr): etwa zwei bis drei Unterrichtsstunden
Als Höhepunkt und zur Belohnung der Kinder ist dann zum Abschluss des Erlernten ein Besuch einer Feuerwache vorgesehen.