Social Urban Emissions Trading Systems (SUETS): Stadtteile stärken - Klima schützen - Gemeinsam handeln in Essen

Die Nachhaltigkeitsbörse ist gestartet.

Bis zum 1. Mai 2026 können Sie bis zu 2.500 Euro je sozio-ökologisches Projekt in den Stadtteilen Holsterhausen und Katernberg beantragen. Informationen zur Antragstellung finden Sie unter: Nachhaltigkeitsbörse

Zudem wird es am Montag den 23. März 2026 eine Informationsveranstaltung in der Melanchtonkirche in Holsterhausen von 17 bis 19:30 Uhr geben. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Projektbeschreibung

Wie können Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit Hand in Hand gehen? Das Projekt "Social Urban Emissions Trading Systems (SUETS): Stadtteile stärken - Klima schützen - Gemeinsam handeln in Essen" zeigt, wie das funktioniert. In Zusammenarbeit mit der Hochschule RheinMain und dem Wuppertal Institut wurde für die Stadtteilen Katernberg und Holsterhausen ein lokales Emissionshandelssystem, die Nachhaltigkeitsbörse entwickelt, die sowohl der Umwelt als auch den Menschen vor Ort zugutekommt.


Worum geht es?
In vielen Städten ist Klimaschutz oft eine Frage des Geldes – wer es sich leisten kann, investiert in nachhaltige Technologien. Doch was ist mit den Stadtteilen, die weniger Ressourcen, aber oft eine stärkere Betroffenheit vom Klimawandel haben?

SUETS setzt genau hier an. Unternehmen, Organisationen oder Einzelpersonen können in der Nachhaltigkeitsbörse SöSi-Cards erwerben, um Projekte im Bereich Umwelt, Soziales und Klimaschutz zu unterstützen.
Das Besondere: Das Geld bleibt direkt in den Stadtteilen und fließt in nachhaltige und soziale Projekte, die von den Bürgerinnen*Bürgern selbst mitgestaltet werden und somit den Klimaschutz in den Stadtteilen aktiv fördern.


Was macht SUETS besonders?
✅ Klimaschutz vor Ort – Kompensation von Emissionen durch Investitionen in lokale Nachhaltigkeitsprojekte.

✅ Soziale Gerechtigkeit – Stadtteile erhalten gezielte Unterstützung für Klimaschutzmaßnahmen.

✅ Partizipation & Mitgestaltung – Bürger*innen, Vereine und Initiativen können aktiv mitwirken und Ideen einbringen.

✅ Quartiere im Austausch – Katernberg und Holsterhausen lernen voneinander und setzen erfolgreiche Projekte um.


Wie funktioniert das konkret?
Ein Beispiel ist das "Klimaticket": Wer das Museum Folkwang besucht, kann 1 € extra zahlen – dieses Geld fließt direkt in ein Klimaschutzprojek in Katernberg, wie die inklusive Umweltbildung der Bonnekamp Stiftung . So entsteht eine Win-Win-Situation für Klima und Gemeinschaft.


Warum mitmachen?
✅ Direkter Einfluss: Jeder Beitrag fließt in konkrete Projekte vor Ort.

✅ Bessere Lebensqualität: Klimaschutz macht Stadtteile grüner, sozialer und lebenswerter.

✅ Vernetzung & Austausch: Menschen, Organisationen und Unternehmen arbeiten gemeinsam an einer nachhaltigen Zukunft.


Mitmachen & Teil des Wandels werden!
SUETS lebt von der Beteiligung vieler. Ob als Ideengeber*in, Projektinitiator*in, Sponsor*in, Unternehmer*in oder aktives Mitglied in der Projektjury – jede*r kann einen Beitrag leisten!


Theoretischer Hintergrund
Das Projekt basiert auf Konzepten wie der "sozialökologischen Transformation" und der "offenen Stadt" nach Richard Sennett. Ziel ist es, durch wissenschaftlich gestützte Methoden bestehende soziale und ökologische Ungleichheiten in der Stadt abzubauen. Ein zentraler Ansatz ist der Segregationsindex, der soziale und ökologische Kriterien kombiniert, um Stadtteile gezielt weiterzuentwickeln.
Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Projektpartner.

Projektteam

Hochschule RheinMain
Prof. Dr. Andreas Thiesen (Leitung)
Laura Silvia Schaaf (Projektkoordination)
Miriam Schmitt (Mitarbeiterin)

Projektbeteiligte - Wuppertal Institut
Dr. Franziska Stelzer (Leitung)
Dr. Katharina Gröne (Mitarbeiterin)

Projektbeteiligte - Stadt Essen
Bianca Momo Skowron (Leitung Reallabore)
Kristina Wendland (Mitarbeiterin)
Luise Jäger (Mitarbeiterin)

Erläuterungen

Segregationsindex
Der Segregationsindex ist ein innovatives Werkzeug, das soziale und ökologische Unterschiede zwischen Stadtteilen analysiert. Er misst Unterschiede in Ressourcenverbrauch, CO₂-Emissionen und sozialer Infrastruktur.
Dadurch wird sichtbar, wo der größte Bedarf und das größte Potenzial für Transformation liegen.

Reallabor
Ein Reallabor ist ein Experimentierraum, in dem neue Ansätze zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen in realen Umgebungen getestet werden.
Die Stadtteile Holsterhausen und Katernberg dienen als Pilotgebiete, um innovative Konzepte wie den Emissionshandel in der Nachhaltigkeitsbörse praktisch umzusetzen.

Was ist die Projektjury?
Der Beteiligungsrat ist ein Gremium, das aus Vertreter*innen der Stadtteile Katernberg und Holsterhausen besteht. Seine Aufgaben:

• Beratung, welche Projekte durch die Nachhaltigkeitsbörse finanziert werden

• Förderung des Dialogs zwischen den Stadtteilen

• Sicherstellung der sozialen Gerechtigkeit bei der Mittelvergabe

Hochschule RheinMain
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